Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen («AGB») regeln die Nutzung der Plattform b2breachout («Plattform») der Operal AG, Gotthardstr. 26, CH-6300 Zug («Operal»). Mit der Registrierung, spätestens aber mit der ersten Nutzung der Plattform, akzeptiert der Kunde diese AGB.

1. Geltungsbereich

Die Plattform richtet sich ausschliesslich an Unternehmen und Selbständigerwerbende (B2B). Eine Nutzung durch Konsumentinnen und Konsumenten ist ausgeschlossen. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn Operal ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.

2. Leistungsgegenstand

Operal stellt eine Software-as-a-Service-Plattform zur Unterstützung der B2B-Kundenakquise bereit (u.a. Recherche potenzieller Geschäftskunden, KI-gestützte Bewertung, Monitoring und Erstellung von Ansprache-Entwürfen). Massgebend ist die jeweils aktuelle Funktionalität der Plattform; Produktbeschreibungen sind keine zugesicherten Eigenschaften. Operal entwickelt die Plattform laufend weiter und darf Funktionen jederzeit ändern, ergänzen oder einstellen.

Sämtliche durch die Plattform erzeugten Inhalte — insbesondere KI-generierte Ansprache-Entwürfe, Bewertungen und Analysen — sind unverbindliche Arbeitshilfen und Entwürfe. Es findet kein automatischer Versand statt. Die Prüfung, Anpassung, Freigabe und Verwendung sämtlicher Inhalte liegt allein beim Kunden. Operal verspricht keinen wirtschaftlichen Erfolg (insbesondere keine bestimmte Anzahl, Qualität oder Konversion von Leads, Antworten oder Abschlüssen).

3. Testphase

Eine allfällige kostenlose Testphase ist freiwillig, zeitlich begrenzt und kann von Operal jederzeit ohne Angabe von Gründen angepasst, eingeschränkt oder beendet werden. Aus der Testphase entstehen keine Ansprüche.

4. Preise und Zahlung

  • Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vereinbarten Preise (Einrichtungsgebühr und wiederkehrende Plangebühren), jeweils zuzüglich allfälliger Mehrwertsteuer.
  • Die Rechnungsstellung erfolgt direkt durch Operal. Rechnungen sind innert 20 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zahlbar.
  • Bei Zahlungsverzug kann Operal den Zugang nach Mahnung ohne weitere Ankündigung sperren; die Zahlungspflicht bleibt bestehen.
  • Bezahlte Beträge werden nicht zurückerstattet; dies gilt insbesondere für die Einrichtungsgebühr sowie bei Kündigung, Sperrung oder Nichtnutzung während einer laufenden Periode.
  • Preisänderungen werden mit einer Frist von 30 Tagen auf die nächste Abrechnungsperiode angekündigt.

5. Pflichten des Kunden

  • Der Kunde nutzt die Plattform ausschliesslich rechtskonform. Für die Einhaltung sämtlicher auf seine Akquise anwendbaren Vorschriften — insbesondere Lauterkeits-, Datenschutz- und Werberecht der jeweiligen Zielländer (z.B. UWG, revDSG, DSGVO) — ist allein der Kunde verantwortlich.
  • Der Kunde prüft jeden Entwurf und alle recherchierten Daten vor deren Verwendung. Der Versand von Nachrichten erfolgt ausschliesslich durch den Kunden über dessen eigene Systeme und in dessen eigener Verantwortung.
  • Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln. Der Kunde haftet für sämtliche Aktivitäten über sein Konto.
  • Eine Weitergabe des Zugangs an Dritte, der Weiterverkauf der Leistungen sowie systematisches Auslesen der Plattform sind untersagt. Es gelten die Kontingente des gebuchten Plans.

6. Daten aus öffentlichen Quellen

Die von der Plattform bereitgestellten Firmen-, Kontakt- und Signaldaten stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen und aus automatisierter, teils KI-gestützter Verarbeitung. Operal übernimmt keine Gewähr für deren Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder Eignung für einen bestimmten Zweck. KI-generierte Inhalte können Fehler enthalten.

7. Verfügbarkeit und Support

Operal erbringt die Leistungen nach bestem Wissen und Gewissen mit angemessener Sorgfalt («best effort»). Es besteht kein Anspruch auf eine bestimmte Verfügbarkeit, Reaktions- oder Wiederherstellungszeit (kein SLA). Die Plattform nutzt Dienste Dritter (u.a. Hosting-, Daten- und KI-Anbieter); deren Ausfälle, Änderungen oder Einschränkungen hat Operal nicht zu vertreten. Wartungsfenster und Unterbrüche sind jederzeit möglich.

8. Immaterialgüterrechte

Sämtliche Rechte an der Plattform, ihrer Software, ihren Datenbanken und Weiterentwicklungen verbleiben bei Operal bzw. deren Lizenzgebern. Der Kunde erhält für die Vertragsdauer ein nicht ausschliessliches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an der Plattform. Vom Kunden freigegebene Entwürfe darf der Kunde für seine eigene Akquise frei verwenden.

9. Datenschutz

Die Bearbeitung von Personendaten richtet sich nach der Datenschutzerklärung. Soweit der Kunde über die Plattform Personendaten Dritter bearbeitet, ist er dafür selbst verantwortlich.

10. Gewährleistungsausschluss

Die Plattform wird «wie besehen» und «wie verfügbar» bereitgestellt. Soweit gesetzlich zulässig, schliesst Operal jede Gewährleistung aus — insbesondere für Mängelfreiheit, ununterbrochene Verfügbarkeit, Richtigkeit von Daten und Inhalten sowie die Eignung für einen bestimmten Zweck.

11. Haftung

Soweit gesetzlich zulässig, ist jede Haftung von Operal ausgeschlossen. Insbesondere ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit, für Hilfspersonen (Art. 101 OR) sowie für indirekte Schäden und Folgeschäden — namentlich entgangenen Gewinn, ausgebliebene Geschäftsabschlüsse, Datenverlust, Ansprüche Dritter und Reputationsschäden — vollständig ausgeschlossen. Vorbehalten bleibt die zwingende gesetzliche Haftung für rechtswidrige Absicht und grobe Fahrlässigkeit (Art. 100 OR).

Soweit eine Haftung trotz der vorstehenden Ausschlüsse besteht, ist sie gesamthaft — pro Vertragsjahr und für alle Ereignisse zusammen — beschränkt auf die vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis tatsächlich bezahlte wiederkehrende Vergütung, unter Ausschluss der einmaligen Einrichtungsgebühr.

12. Freistellung

Der Kunde stellt Operal von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus der Nutzung der Plattform durch den Kunden entstehen — insbesondere aus dem Versand von Nachrichten, der Verwendung recherchierter Daten oder Verstössen gegen anwendbares Recht —, einschliesslich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung.

13. Laufzeit, Kündigung und Sperrung

  • Bezahlte Pläne werden quartalsweise oder jährlich im Voraus abgerechnet. Das Quartalsabo verlängert sich automatisch um ein weiteres Quartal, sofern nicht auf das Ende der laufenden Periode gekündigt wird. Die Jahreslizenz läuft ohne automatische Verlängerung auf das Ende der Laufzeit aus. Ein Monatsabo wird nicht angeboten.
  • Bei Verstössen gegen diese AGB, bei Zahlungsverzug oder bei Missbrauchsverdacht kann Operal den Zugang fristlos sperren oder den Vertrag fristlos beenden; bereits bezahlte Beträge werden nicht zurückerstattet.
  • Nach Vertragsende werden die Kundendaten gemäss Datenschutzerklärung gelöscht. Ein Anspruch auf Herausgabe in einem bestimmten Format besteht nur im Rahmen des gesetzlichen Datenübertragbarkeitsrechts.

14. Empfehlungsprogramm

Für das Empfehlungsprogramm gelten ergänzend die in der App publizierten Teilnahmebedingungen. Gutschriften sind freiwillige Leistungen; Operal kann das Programm jederzeit anpassen oder beenden und Gutschriften bei Missbrauch verweigern oder zurückfordern.

15. Änderungen dieser AGB

Operal kann diese AGB jederzeit anpassen. Änderungen werden auf der Plattform publiziert oder per E-Mail angekündigt und gelten als genehmigt, wenn der Kunde die Plattform nach Inkrafttreten weiternutzt.

16. API-Zugang und KI-Assistenten (MCP)

In den Plänen Professional und Agency stellt Operal eine Programmierschnittstelle (REST-API) und einen MCP-Server (Model Context Protocol) bereit, über die der Kunde seine eigenen Daten (Prospects, Kontakte, Signale, Entwürfe, Kundenprofil) mit eigenen Systemen und mit KI-Assistenten Dritter verbinden kann. Es gelten zusätzlich die folgenden Bestimmungen:

  • Schlüssel. Der Zugang erfolgt über API-Schlüssel, die der Kunde in den Einstellungen erstellt. Der Kunde ist für die sichere Aufbewahrung seiner Schlüssel und für alle Zugriffe verantwortlich, die damit erfolgen. Ein Schlüssel ist bei Verdacht auf Kompromittierung unverzüglich zu widerrufen. Schlüssel dürfen nicht an Dritte ausserhalb des eigenen Unternehmens weitergegeben werden; Agenturen dürfen sie für die Bearbeitung ihrer eigenen Kundenkonten nutzen.
  • Umfang und Limiten. Ein Schlüssel gewährt ausschliesslich Zugriff auf die Daten des Kontos, das ihn erstellt hat, im Rahmen der gewählten Berechtigungen (lesend oder lesend und schreibend). Operal kann Anzahl und Frequenz der Anfragen begrenzen (derzeit 20 000 Anfragen pro Schlüssel und Kalendermonat sowie höchstens zehn aktive Schlüssel pro Konto) und diese Limiten mit angemessener Ankündigung anpassen. Kontingente des gebuchten Plans (Ziff. 4) gelten auch für Zugriffe über die Schnittstelle.
  • KI-Assistenten Dritter. Verbindet der Kunde die Schnittstelle mit einem KI-Assistenten oder Agenten eines Drittanbieters (z. B. Anthropic Claude, OpenAI, Cursor oder eine eigene Anwendung), wählt und beauftragt er diesen Anbieter selbst. Die über die Schnittstelle abgerufenen Daten werden dann durch diesen Anbieter nach dessen Bedingungen bearbeitet; Operal ist dafür nicht verantwortlich. Der Kunde stellt sicher, dass eine solche Nutzung mit dem anwendbaren Datenschutzrecht vereinbar ist.
  • Kein automatischer Versand. Auch über die Schnittstelle versendet die Plattform keine Nachrichten an Prospects. Entwürfe sind zur Prüfung durch den Kunden bestimmt. Setzt der Kunde eigene Systeme ein, die Nachrichten versenden, trägt er allein die Verantwortung für deren Rechtmässigkeit (Ziff. 5).
  • Zulässige Nutzung. Untersagt sind insbesondere das Umgehen von Limiten oder Berechtigungen, das Abfragen fremder Konten, das Weiterverkaufen der über die Schnittstelle bezogenen Daten sowie Lasten, die den Betrieb der Plattform beeinträchtigen. Bei Verstössen kann Operal einzelne Schlüssel oder den Schnittstellenzugang sperren (Ziff. 13).
  • Änderungen und Verfügbarkeit. Die Schnittstelle ist versioniert (aktuell v1). Operal kann sie weiterentwickeln, kündigt rückwärtsinkompatible Änderungen einer Version mit einer Frist von mindestens 90 Tagen an und kann Vorschauversionen jederzeit anpassen. Für die Schnittstelle gilt Ziff. 7 sinngemäss; Operal schuldet keine bestimmte Verfügbarkeit oder Antwortzeit.

17. Schlussbestimmungen

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt. Es gilt ausschliesslich Schweizer Recht unter Ausschluss des Kollisionsrechts und des UN-Kaufrechts (CISG). Ausschliesslicher Gerichtsstand ist Zug (Schweiz).

Stand: September 2026